Ich geh mit meiner Laterne
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Kurzgeschichte: Ich geh mit meiner Laterne

Ich geh mit meiner Laterne

 

Der Umzug mit St. Martin –  Ich geh mit meiner Laterne
„Los Anna, ziehe endlich deine Schuhe an“. Anna war schrecklich aufgeregt. So lange hatte sie auf den heutigen Tag gewartet. Es war St. Martin und sie hatte für heute Abend extra eine wunderschöne Laterne im Kindergarten gebastelt. Nun war sie so vom hellen Schein fasziniert, der aus ihrem orangefarbenem Kürbis schien, dass sie kaum noch an etwas anderes denken konnte. Schon stand Mama mit Annas Schuhen da. Sie war etwas in Eile. Anna legte schweren Herzens ihre Laterne zur Seite und schlüpfte schnell in Schuhe und Jacke.
Der St.Martins Umzug startete direkt an Ihrem Kindergarten. Auch ihre Freundinnen Jasmin und Jenny warteten gespannt, dass es endlich losgehen würde. Sie hatten viele Wochen verschiedene Laternenlieder im Morgenkreis geübt und heute wollten sie ihren Eltern zeigen, was sie schon alles konnten.
Ich geh mit meiner Laterne war das erste Lied das die Mädchen sangen,
außerdem sollte es nach dem Umzug noch St.Martinsbrezeln und Kinderpunsch geben. Anna konnte sich noch daran erinnern, wie gut diese Dinge im letzten Jahr geschmeckt hatten. Als alle Kerzen angezündet waren, ging der Laternenlauf los. Neben Mama und ihren Freundinnen lief Anna stolz singend den Weg ab. Im Wald angekommen musste Anna plötzlich dringend Pipi. Weil Mama sie durch das Singen der Laternenlieder nicht hören konnte, beschloss sie kurzerhand, die Sache selbst zu erledigen. Sie stellte ihre Laterne auf den Boden und verschwand kurz hinter einem Baum. Als Anna zurückkam, war sie am Boden zerstört. Ihr Kürbis brannte lichterloh und von Mama und den anderen war auch keine Spur mehr. Verzweifelt setzte sie sich neben ihrem brennenden Kürbis auf einen Baumstumpf und weinte. Wie konnten sie Anna einfach vergessen haben? Und die schöne Laterne war nun auch Kapputt. Sie schluchzte weiterhin, als sie plötzlich ein Seltsames scharren und schnaufen hörte. Sie hatte Angst, denn sie war ja ganz alleine. Sie sah zuerst ein großes schwarzes Pferd auf sie zukommen. Dann bemerkte sie einen Mann, der das Pferd ritt. Er hatte einen wunderschönen roten Mantel an. In der Hand trug er ein Glas mit einer Kerze. „Hallo, ich bin St. Martin. Warum weinst du denn“ Anna sollte eigentlich nicht mit fremden sprechen aber weil sie froh war, dass sie nicht mehr alleine sein musste, antwortete sie: “ Meine Laterne ist kaputt, sie hat einfach gebrannt. Und meine Mama hat nicht bemerkt, dass ich verloren gegangen bin. Nun bin ich auch noch ganz alleine“. St.Martin zögerte nicht lange. Er half Anna auf das Pferd, gab ihr seine Laterne und ritt in die Richtung des Kindergartens. „Jetzt kannst du für uns beide den Weg leuchten. Und wenn dich jemand fragt, wo du warst, dann sagst du, du bist verloren gegangen und bist wieder zurückgelaufen.“ Mit diesen Worten ließ er Anna vom Pferd steigen und verabschiedete sich vor dem Kindergarten, wo auch die anderen gerade wieder ankamen. Mama rannte bereits rufend auf Anna zu. „Meine Güte, Kind, wo warst du denn? Kurz überlegte Anna, ob sie alles erzählen sollte, aber wahrscheinlich würde ihr sowieso keiner glauben. Deshalb erzählte sie genau das, was ihr der gutherzige Reiter eben gesagt hatte.
Diese Geschichte hat euch das KinderspielenGerne Team geschrieben.
Wir hoffen Sie gefällt euch, und wünschen euch ein schönes Laternenfest
bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heisst: Ich geh mit meiner Laterne.

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