Inline Skates kaufen – Worauf sollte man achten?

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Zuerst gehen wir auf die wichtigsten Fragen ein, die rund um das Thema Inline Skates existieren. Danach beschäftigen wir uns mit den Hauptkriterien, die es beim Kauf von Inlinern zu berücksichtigen gilt.

Wann sind Inline Skates für Dich das Richtige?

Bei Inline Skates handelt es sich um eine Abwandlung des klassischen Rollschuhs. Die Rollen liegen dabei nicht nebeneinander, sondern sind in einer Reihe (engl. in-line) hintereinander angeordnet.

Du bewegst Dich gerne? Normales Joggen ist Dir zu langweilig? Es darf auch ein bisschen schneller vorwärts gehen? Du willst einfach nur Spaß haben?

Wenn Du diese Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, dann ist Inline Skating genau das Richtige für Dich.

inline skates auf straße

Welche Arten von Inline Skates gibt es?

Inline Skates lassen sich nach verschiedenen Typen unterscheiden. Diese haben maßgeblichen Einfluss auf die Verwendungsweise.

Speedskates richten sich an äußerst Fortgeschrittene. Sie sind mit einem niedrigen Schaft ausgestattet und deshalb für Anfänger ungeeignet. Sie werden oft bei Rennen eingesetzt, da mit ihnen hohe Geschwindigkeiten erzielt werden können.

Aggressive Skates sind für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Sie haben besonders kleine Rollen, die gerade am Anfang das Fahren lernen erleichtern. Sie kommen vornehmlich bei Stunts und Tricks zum Einsatz. Aus diesem Grund ist ihre Bauweise extrem robust.

Hockey Inliner kommen Fortgeschrittenen mit sicherer Fahrtechnik zugute. Sie ähneln Schlittschuhen und werden im Gegensatz zum Eishockey auf trockenem Untergrund eingesetzt. Eine spezielle Schiene unterstützt abrupte Richtungswechsel und schnelle Antritte. Einsteiger sollten bei der Wahl des Schuhs am Anfang kein zu hartes Material wählen.

Freeskates sind der ideale Begleiter für Anfänger und Fortgeschrittene, die sich nicht festlegen wollen. Sie bieten von allem etwas und erlauben Slalomfahrten, Sprünge und schnelles Fahren. Eine kurze Schiene macht sie sehr wendig. Dennoch sind sie nicht so bequem wie Fitness Skates oder so schnell und robust wie Speedskates und Aggressive Skates.

Fitness Skates können von Anfängern und Fortgeschrittenen gleichermaßen verwendet werden. Hobbyfahrer und ambitionierte Freizeitsportler profitieren von einem komfortabel gepolsterten Schuh. Er eignet sich hervorragend für längere Strecken.

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Worin besteht der Unterschied von Inline Skates für Kinder?

Inline Skates für Kinder bilden eine eigene Kategorie. Sie berücksichtigt, dass die meisten Kinder schnell wachsen. Die Inliner müssen dementsprechend flexibel sein.

Inliner für Kinder lassen sich normalerweise in drei bis fünf verschiedenen Größen einstellen. Auf diese Weise kann der Skate über mehrere Jahre genutzt werden, bis das Kind herausgewachsen ist.

Als Verschluss eignen sich Schnallen besonders gut. Das Festziehen und Lösen ist sehr einfach und kann von den Kindern selber durchgeführt werden.

Inline Skates für Kleinkinder können mit einem Dreiradsystem ausgestattet sein. Hier werden die hinteren Rollen ummontiert, sobald die nötige Balance und Sicherheit beim Fahren gegeben ist.

Wie viel kosten Inline Skates?

Der Preis von Inline Skates richtet sich hauptsächlich nach dem verwendeten Material. Spitzenmodelle, deren Schuh ganz oder teilweise aus Karbon gefertigt worden ist, kosten am meisten. Im unteren und mittleren Preissegment sind häufig Hartschalen-Konstruktionen aus verstärktem Kunststoff anzutreffen. Daneben finden sich Softboots, die vollständig aus Textilgewebe bestehen.

Inline Skates für Kinder sind generell etwas günstiger als die Erwachsenenmodelle und starten bei ca. 30 Euro.

Gute Inline Skates für Anfänger gibt es ab 60 Euro. Dabei muss immer berücksichtigt werden, dass der Preis mit der Schuhgröße steigt.

Modelle für Fortgeschrittene bieten ein noch besseres Fahrverhalten und haben oft eine Aluminiumschiene. Sie kosten zwischen 140 und 160 Euro. Auch robuste Inliner aus Kunststoff sind hier anzutreffen. Ihr Preis liegt bei ungefähr 200 Euro.

Hochwertige Inline Skates, die aus einem Materialmix gefertigt worden sind, können schnell zwischen 400 und 600 Euro kosten. Das kann zum Beispiel bei Modellen aus Glas-, Nylon- und Karbonfaser der Fall sein.

Für Spitzenmodelle, die zum größten Teil aus Karbon bestehen, werden Preise von 800 bis 1000 Euro aufgerufen.

Welche Kriterien spielen beim Kauf von Inline Skates die wichtigste Rolle?

Schuhgröße

Bei der Schuhgröße ist die richtige Passform ausschlaggebend. Diese kann nur durch eine Anprobe wirklich korrekt ermittelt werden.

Du solltest darauf achten, dass die Inliner möglichst eng und fest am Fuß ansitzen. Andernfalls besteht Rutschgefahr beim Skaten und ein Kontrollverlust droht. Viele Modelle fallen relativ klein aus, weshalb sie eine halbe bis ganze Nummer größer als Deine Straßenschuhe gekauft werden müssen.

Zu bedenken ist, dass der Schuh des Inliners sich beim Tragen noch einmal ausdehnt. Darüber hinaus gibt es genügend Fälle, wo Straßenschuhgröße und Inlinergröße identisch sind.

Die Zahlen in der nachfolgenden Tabelle stellen lediglich Richtwerte dar und können sich je nach Hersteller unterscheiden. Für genauere Informationen besuche bitte die unten aufgeführten Markenseiten.

Schuh

Bei den Boots von Inline Skates kommen harte und weiche Materialien zum Einsatz. Sie sind auf den jeweiligen Verwendungszweck ausgerichtet.

Softboot

Softboots bestehen in der Regel aus mehreren, übereinander liegenden Schichten Textilstoff und sind sehr bequem. Sie eignen sich besonders gut für längere Strecken und werden deshalb oft bei Fitness Skates verwendet. Sie sind auch bei Aggressive Skates zu finden, wo spezielle Kunststoffplatten in den Sohlen für zusätzliche Widerstandsfähigkeit sorgen.

Hardboot

Hardboots sind entsprechend ihres Namens aus robusteren Materialien gefertigt. Dazu gehören gehärteter Kunststoff, Glas-, Nylon- und Karbonfasern. Sie kommen bei Speedskates, Aggressive Skates, Hockey Inlinern sowie Freeskates zum Einsatz und bieten einen sehr guten Halt. Bei einigen Modellen ist eine Kombination aus Soft- und Hardboot anzutreffen.

Mit Ausnahme von Speedskates sind alle Inliner mit einem hochgeschnittenen Schaft versehen, der das Fußgelenk stabilisiert. Dieser wird in der Regel durch eine Schnalle fixiert. Schnürsenkel, Klettverschlüsse oder Klicksysteme, die häufig in Kombination auftreten, runden das Bild ab.

Schiene

Inline Skates verfügen gewöhnlich über Plastik- oder Aluminiumschienen. Diese sind maßgeblich für das Fahrverhalten verantwortlich.

Härte der Schiene

Die Schiene stellt die Verbindung mit dem Schuh her. An ihr sitzen die Rollen.

Harte Schienen haben den Vorteil, dass die beim Fahren aufgebrachte Energie effektiver auf den Boden übertragen wird. Im Gegensatz zu weichen Schienen kommst Du mit ihnen besser voran. Darüber hinaus verleiht eine harte Schiene bei hohen Geschwindigkeiten mehr Stabilität.

Die Zusammensetzung von Aluminium ist dabei fester als die von Plastik. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass es sich um ein teureres Produkt handelt. Andernfalls stellen hochwertige Plastikschienen die bessere Wahl dar.

Länge der Schiene

Von der Länge der Schiene hängt ab wie wendig Deine Inliner sind. Aggressive Skates und Freeskates haben zum Beispiel eine sehr kurze Schiene, was das Fahren von Kurven leichter macht. Die Schienen von Speedskates sind dagegen etwas länger, damit größere Rollen angebracht werden können.

Rollen

Größe und Härte verkörpern die wichtigsten Auswahlkriterien bei Inliner Rollen.

Große Rollen

Der Durchmesser von Rollen wird in Millimetern (mm) angegeben. Als Faustregel gilt, dass Du mit größeren Rollen höherer Geschwindigkeiten erzielen kannst. Bei großen Rollen wird pro Umdrehung mehr Strecke zurückgelegt und ein hohes Tempo ist leichter zu halten. Deine Inline Skates sind dann allerdings schwerer zu kontrollieren und nicht mehr so wendig. Es muss mehr Kraft zur Beschleunigung aufgebracht werden.

Kleine Rollen

Mit kleineren Rollen bist Du zwar langsamer unterwegs, besitzt aber mehr Fahrkontrolle und Manövrierfähigkeit. Gleichzeitig ist das Beschleunigungsmoment besser.

Je nachdem, ob Du Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi bist, kommen unterschiedliche Rollengrößen für Dich infrage:

Anfänger (40 bis 80 mm)
Anfänger und Fortgeschrittene (82 bis 84 mm)
Ambitionierte Freizeitsportler (90 bis 100 mm)
Rennfahrer (105 bis 125 mm)

Harte Rollen

Der Härtegrad von Rollen wird mit einer Zahl und dem Buchstaben A angegeben. Je höher die Zahl ist, desto härter sind die Rollen. Härtere Rollen sind grundsätzlich schneller und nutzen sich langsamer ab. Im Vergleich zu weicheren Rollen absorbieren sie Bodenunebenheiten aber weniger gut.

Weiche Rollen

Weichere Rollen bieten eine bessere Haftung. Sie nutzen sich jedoch deutlich schneller ab und erlauben nicht so hohe Geschwindigkeiten.

Zur Orientierung dient der folgende Überblick. Die unterschiedlichen Härtegrade verteilen sich dabei wie folgt:

Speedskates (85 bis 87A)
Aggressive Skates (85 bis 105A)
Hockey Inliner (72 bis 84A)
Freeskates (83 bis 86A)
Fitness Skates (78 bis 84A)

Kugellager

Kugellager entscheiden über die generellen Laufeigenschaften eines Inline Skates. Sie sitzen in der Mitte der Rolle.

Die Kategorisierung von Kugellagern wird mithilfe von Klassen vorgenommen. Dabei handelt es sich um Standard- bzw. Qualitätsbezeichnungen, die über die Genauigkeit bei der Herstellung Auskunft erteilen.

ABEC

Eine häufig verwendete Klasse stellt ABEC (Annular Bearing Engineering Committee) dar. Sie gibt an wie hoch die Laufgenauigkeit eines Kugellagers ist. Festgelegte Toleranzgrenzen bei Abweichungen von dieser werden ebenfalls erfasst. Je höher der angegebene Grad ist, desto höher ist auch die Qualität. Gleichzeitig ist die Abweichung vom Idealwert geringer. Kugellager für Inliner sind in den Klassen ABEC 1, ABEC 3, ABEC 5, ABEC 7, ABEC 9 und ABEC 11 erhältlich.

Beim Kauf eines Kugellagers ist dennoch nicht die ABEC-Klasse entscheidend. ABEC 11 Lager laufen zwar deutlich schneller als ABEC 3 Lager. Letzteres ist aber weniger anfällig gegenüber Schmutz, weil es mehr Spielraum hat und nicht so leicht blockiert. Bei Inline Skates kommen daher in den meisten Fällen Kugellager in ABEC 3, 5, 7 und auch 9 zum Einsatz.

Material

Wichtiger noch als die ABEC Klasse ist das verwendete Material. Dieses muss gesondert nach Hersteller betrachtet werden.

Die meisten Kugellager bestehen aus Chromstahl. Daneben gibt es Modelle aus Titan oder Keramik. Titanlager haben eine harte Oberfläche und sind äußerst langlebig. Keramikmodelle sind noch stabiler und garantieren ein absolutes Höchstmaß an Umdrehungen. Ihr Wartungsaufwand beträgt ein Minimum, sie sind aber erheblich teurer als gewöhnliche Stahllager.

Größe

Viele Inliner werden mit Standardkugellagern im 608 Z Format angeboten. Sie haben einen Außendurchmesser von 22mm, eine Breite von 7mm sowie einen Innendurchmesser von 8mm. Das Z gibt dabei an, dass es sich um ein halb offenes Lager handelt. Es ermöglicht im Gegensatz zu geschlossenen Lagern (ZZ) eine leichtere Wartung.

Weitere Tipps rund um Kinder in unserem Blog

https://www.test.de/Inlineskates-1-Testsieger-ab-150-Euro-1371878-2371878/

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