Wenn mein Baby kalte Hände hat?

Kalte Hände sind bei Babys normal und kommen nicht allzu selten vor, da sie neun Monate in einer warmen Umgebung aufgewachsen sind und sich dort nicht selbst versorgen mussten. Nach der Geburt ist die Umgebung dann nicht mehr annähernd so warm wie vorher und sie müssen ihre Temperatur selbst regeln, deswegen kann es gut vorkommen, dass die Hände und auch die Füße des Babys zwischendurch mal kälter sind als die Normaltemperatur. Da sich die Babys noch nicht so viel bewegen können und dadurch die Durchblutung nicht angeregt werden kann, können manche Stellen des Körpers wie zum Beispiel die Hände oder Füße vernachlässigt werden.

Von kalten Händen oder Füßen bei Babys wird gesprochen, wenn diese sich weiß-bläulichen oder marmorierten verfärben. Diese Verfärbung wird den Händen sofort angesehen. Das sind erste Zeichen, die auftreten können, bei denen direkt ersichtlich wird, was dem Kind fehlt. Das kann allerdings auch nach Gefühl entschieden werden, da eine Mutter merkt, wenn es ihrem Kind nicht gut geht und ihm zu kalt ist.

Baby hat kalte Hände

Typische Ursachen & Symptome kalte Hände beim Baby

Nach einer anstrengenden Geburt muss sich der Körper des Kindes erstmal von den Strapazen erholen und finden können. Von einer warmen Höhle direkt in eine andere Welt erfordert bei Babys Stress und das muss erst einmal wieder geregelt werden, was nicht über einen sehr kurzen Zeitraum passieren kann. Dazu gehört auch die Regelung der Körpertemperatur und der Durchblutung. Wenn die Hände und Füße des Babys blau verfärbt sind, zeigt das, dass das Baby an seinen eigenen Reserven nagt und selbst versucht seine Körperwärme wieder aufzufüllen. Allerdings ist der Körper des Babys zu schwach, um wieder eine geregelte Temperatur von alleine zu finden, sodass die Eltern nachhelfen müssen. Der Körper des Babys versucht das für ihn Wichtigste gut zu versorgen und zu durchbluten. Dabei kann es passieren, dass Hände und Füße erst einmal ausgelassen werden. Das Blut sammelt sich dabei im Körperstamm und im Gehirn, da diese Teile des Körpers am wichtigsten sind. Aus diesen Gründen kann der Bauch des Kindes noch warm sein, die Hände hingegen eiskalt. Eine Unterkühlung des Babys kann durch eine Kontrolle des Nackens vorgebeugt werden. Wenn der Nacken kalt ist, sich nass oder kalt Schweißig anfühlt, ist das ein Zeichen, dass dem Baby wirklich kalt ist und etwas getan werden sollte. Auch der Bereich zwischen den Schulterblättern und der Nase sind sehr gute Stellen, an denen erkannt werden kann, ob dem Baby zu kalt ist oder ob eine optimale Temperatur besteht.

Das Körpergewicht steht in Relation zur Körperoberfläche kleiner und geringer da und eine geringe Kopfbehaarung ist nicht vorhanden, welche dazu beiträgt, dass das Baby schneller auskühlt als ein Kind oder ein Erwachsener. Auch eine Behaarung an weiteren Stellen des Körpers ist noch nicht vorhanden, welche eine Temperaturregelung mit sich bringt. Eine noch nicht so ausreichend funktionierende Durchblutung des Babys, die erst später im Lebensalter richtig ausgeprägt wird, trägt außerdem dazu bei, dass nicht alle Körperstelle gleichzeitig gewärmt werden können. Eine weitere Ursache für kalte Hände und Füße kann ein längerer Zeitraum ohne Körperkontakt sein, da das Baby beim Stillen oder Fläschchen geben nicht so oft kalte Hände haben wird. Dabei nimmt das Baby die Temperatur der Mutter an und regelt die eigene automatisch hoch oder gegebenenfalls runter. Außerdem ist eine zu geringe Außentemperatur oder nicht ausreichende Bekleidung des Babys auch oftmals eine Ursache für kalte Hände oder Füße. Durch zu wenig Kleidung geht die eigene Körperwärme schneller als bei ausreichender Kleidung verlören. Auch bei einer angenehmen Körpertemperatur ist die Regelung für das Baby einfacher. Allerdings sollte beides nicht übertrieben werden.
Weiterführende Symptome können Schluckauf, weinen, Unzufriedenheit oder schlechter Schlaf sein. Nachts fährt der Körper des Babys runter oder die Arme befinden sich für eine bessere Schlafposition über dem Kopf des Babys. Da werden sie schlechter durchblutet und der Körper befindet sich in einer Ruheposition.

Kalte Hände beim Baby gefährlich?

Bei Babys sollte mit auftretenden Symptomen generell vorsichtig gehandelt werden. Allerdings sind diese erst gefährlich, wenn man nichts dagegen tut und dem Baby nicht hilft. Kalte Hände und Füße sind bei Babys normal und sehr verbreitet. Deshalb ist das erstmal kein großer Grund zur Beunruhigung. Solange es nicht über die Handgelenke des Babys hinaus geht und noch andere Stellen betroffen sind, sind die kalten Stellen an den Füßen und Händen soweit erstmal nicht schlimm.

Was kann man tun?

Wenn kalte Hände und Füße bei Babys auftreten, sollte schnellstmöglich ein enger Körperkontakt hergestellt werden, damit eine angenehme Körperwärme sehr schnell durch den Körperkontakt wieder hergestellt werden kann. Durch einen engen und regelmäßigen Körperkontakt wird das Kind auch nicht zu sehr verwöhnt, wie viele Mütter an dieser Stelle vielleicht denken könnten. Es hilft sehr gut, wenn man mit seinem Kind kuschelt, um somit dem Kind zu helfen, seine eigene Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Durch den Hautkontakt zur Mutter können die Babys sich besser an die neue Umgebung anpassen und die Temperatur später auch halten, damit sie alleine ihre Temperatur regeln können. Sich kalt anfühlende Babys sollten allerdings nicht mit zu vielen Lagen überhäuft werden, da diese sonst auch überhitzen könnten. Außerdem könnten die Babys auch ersticken, da diese sich nicht wehren können und sich ohne Gedanken dahinter, die Decke oder das Tuch über das Gesicht ziehen könnten.

Wie kann man kalte Hände beim Baby vorbeugen?

Es ist sehr gut und hilft super, wenn das Kind ab und zu immer wieder in trockene und warme Tücher eingewickelt wird. Dadurch wird dem Kind eine große Sicherheit gegeben. Ein regelmäßiger Körperkontakt kann das Kaltwerden von Füßen und Händen vorbeugen. Eine immer angenehme und warme Zimmer-, Haus- oder Umgebungstemperatur

Nie wieder kalte Hände und Füße! Wenn kalte Hände oder Füße bei Babys auftreten, sollte nicht direkt in Panik verfallen werden, denn das Auftreten von kalten Stellen ist ganz normal. Wenn dem Kind ausreichend Körperkontakt gebeten wird, treten kältere Stellen erst gar nicht auf. Deswegen immer viel mit dem Kind kuscheln und Körperkontakt und Nähe zu dem Kind suchen.

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